Für alle, die ein bisschen genauer wissen wollen, warum es das
Mädchencafé MaDonna gibt, hier einige kurze Infos zur gesetzlichen Grundlage und zum Selbstverständnis der Mädchenarbeit im Kinder- und Jugendbüro Balingen. Das Kinder- und Jugendhilfegesetz beschreibt den Auftrag der Jugendhilfe, die Angebote nach der jeweiligen Lebenssituation von Mädchen und Jungen auszurichten, Benachteiligungen auszugleichen und Gleichberechtigung zu fördern (§ 9 Abs. 3 KJHG). In Balingen wurde bereits 1991 das Mädchencafé MaDonna als ein spezielles Angebot für Mädchen eingerichtet.Offene Jugendarbeit in den Jugendhäusern war traditionell mehr an den Interessen der Jungen orientiert. Mit diesem speziellen Angebot werden nun verstärkt auch Interessen von Mädchen berücksichtigt. Bis heute wurde darüber hinaus eine breite Mädchenförderung in Balingen entwickelt, die Bedürfnisse von Mädchen aufgreift, sie beteiligt, Räume und Ressourcen zur Verfügung stellt und sich beständig weiterentwickelt.Seit 2005 gibt es auch in den Jugendtreffs in Engstlatt und Frommern kontinuierliche Angebote für Mädchen. Kooperationen sind für das Kinder- und Jugendbüro in der Mädchenförderung wichtige Basis für erfolgreiche Arbeit: Mädchenkalender, Projekttage zum Thema Übergang Schule-Beruf, Fachgespräche und Fortbildungen zu Themen aus der Mädchenarbeit sind Beispiele hierfür. Im Arbeitskreis „Mädchen in Balingen“ werden diese Projekte koordiniert und umgesetzt. Darüber hinaus finden in den Oster- und Sommerferien spezielle Angebote für Mädchen statt (Selbstverteidigungskurse,PC und Internet, Technik-Rallye etc.). Der Mädchenzirkus Zuckerguss ist seit 1997 ein weiteres Projekt der Mädchenarbeit im Kinder- und Jugendbüro. Hier trainieren 20 Mädchen zwischen ca. 6 – 13 Jahren unter Anleitung einer erfahrenen Sozialpädagogin und ehrenamtlichen Helferinnen atemberaubende Kunststücke, die bei verschiedenen Aufführungen bewundert werden können. |